#18: Ttêrb (Teil 3)

Was bisher geschah: Retep und Velted bekommen den Auftrag einen Erdbeerdealer aufzuspüren, der sich auf einem anderen Planeten befindet. Mit einem Raumschiff begeben sie sich auf die Jagd.
Nachdem sie einige Zeit auf dem Mond verbringen mussten, setzten sie ihre Reise fort und befinden sich nun auf dem Planeten Ttêrb. Sie werden von einem Einheimischen verschleppt, der wiederum von einem Raubtier zerschfleischt wird.


Nun standen sie also allein und gefesselt im Wald – ohne zu sehen, was um sie herum geschieht. Das nächste Raubtier würde vielleicht genauso hungrig sein und diesmal keinen Halt vor ihnen machen.
„Hast du irgendeinen spitzen Gegenstand?“, fragte Retep mit schwerem Atem.
„Wofür?“
„Wie sollen wir uns sonst losmachen?“
„Ja, hast Recht! Ich hab aber nichts bei mir.“
Retep überlegte kurz. „Gut, dann müssen wir uns eben langsam vorwärts bewegen. Pass auf, dass du nicht stolperst!“
Velted nickte – was ziemlich sinnlos war; Retep hätte es ohnehin nicht sehen können. Velted machte einen Schritt nach vorne. Sein Fuß blieb prompt in einer Wurzel hängen. „Scheiße!“ „Was ist los?“
„Ich hänge fest!“ Krampfhaft versuchte Velted den Schuh aus der Schlinge zu ziehen. Die beiden schlichen vorsichtig weiter. „Wie gesagt, heb deine Füße am besten immer schön hoch, damit du nicht stolperst“, flüsterte Retep. Stolpern war gut, ja – Velted und Retep stürzten kreischend eine Schlucht und landeten hörbar in einem See. Wenn man unter Wasser aneinandergefesselt ist, bedarf es an besonderen Schwimmkünsten, um sich wieder an die frische Luft zu befördern. Besonders ‚angenehm’ ist diese Angelegenheit, wenn man aufgrund einer Augenbinde nicht einmal sehen kann, wo man hinschwimmt.
Der Fall war wohl nur zehn Meter tief gewesen, jedoch reichte er aus, um Reteps linken Arm von den Fesseln zu lösen. Und mit genau diesem Arm beförderte er das Paket aus ihm und Velted nach oben. Soweit zumindest die Theorie. Retep atmete immer sehr schnell, wenn er aufgeregt ist und in diesem Falle handelte es sich offensichtlich um eine Schrecksekunde – nur atmen geht im Wasser irgendwie nicht. Krampfhaft und mit dem Unwissen, wann man endlich wieder an Land ist, zog sich Retep an einer Wurzel aus dem Wasser. Er und Velted waren die nächsten sieben Minuten damit beschäftigt, das Süßwasser auszuprusten. Die Sonne brannte ihnen durch die Bretter in den Nacken.
Erschöpft hob Retep nun seinen linken Arm. Er tastete sich vorsichtig in Richtung Gesicht und war nun damit beschäftigt sich diese nervige Binde abzuknoten. Sein Blick fiel zuerst auf braune Erde und die Insekten, die sich unter den Blättern versteckten. Er hob seinen Kopf. Vor ihnen lag der Eingang einer Höhle.

Nachwort des Autors: Schon wieder so eine scheiß Höhle!!

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24. September 2011 by eckgefluester
 
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