#19: Ttêrb (Teil 4)

Was bisher geschah: Retep und Velted bekommen den Auftrag einen Erdbeerdealer aufzuspüren, der sich auf einem anderen Planeten befindet. Mit einem Raumschiff begeben sie sich auf die Jagd.
Nachdem sie einige Zeit auf dem Mond verbringen mussten, setzten sie ihre Reise fort und befinden sich nun auf dem Planeten Ttêrb. Sie werden von einem Einheimischen verschleppt, der wiederum von einem Raubtier zerschfleischt wird.


Lebten die Bewohner hier etwa in Höhlen? „Sieh dir das an!“, rief Retep zu Velted. „Ähm“, bekam er zur Antwort, denn Velteds Augen waren immer noch mit dem Tuch verbunden. „Ach so, richtig“, murmelte Retep und befreite Velted von der Sichtbehinderung. Er sah auf die Höhle. Der Eingang war etwa doppelt so hoch, wie ein normaler Mensch und führte tief in den Berg.
Die beiden rappelten sich auf. „Meinst du, wir sollten da rein gehen?“, fragte Retep ein wenig zaghaft, angesichts der Tatsache, dass sie eben noch von einem der Menschen bedroht wurden. Velted überlegte sichtlich. „Man kann es immerhin versuchen. Aber wir wissen nicht mit Sicherheit, ob da drin wirklich Menschen oder doch nur Tiere leben“ „Doch, wissen wir“, sagte Retep und deutete auf eine kleine Glühbirne, die am Höhleneingang befestigt war. Seit man vor zwanzig Jahren festgestellt hatte, dass Energiesparlampen nicht nur einen hohen Anteil an Quecksilber, sondern auch an Erdbeerpulver enthalten, nahm man sie schnell wieder vom Markt und führte wieder die alten Birnen ein. „Probieren wir es einfach mal“, sagte Velted. Retep nickte, schluckte und band Velteds Fesseln los. Vorsichtig näherten sich beide der Höhle. Praktischerweise war die Glühbirne an einer Stromquelle angeschlossen und Velted schaltete das Licht an. Viel gebracht hatte es nicht, denn die Glühbirne platzte zwei Sekunden später und die Scherben flogen auf den Boden.
Die Schritte hallten laut durch das steinige Gewölbe und es schien so, als ob der Gang immer schmaler werden würde. Velted wäre beinahe über einen Stalagmit oder Stalaktit gestolpert, auseinander halten konnte er die sowieso nie – es hätte auch ein Stalagnat sein können. Jedenfalls gingen die beiden weiter. Das Licht, das von außen in die Höhle schien, verschwand langsam mit jedem Schritt und bald befanden sie sich in völliger Dunkelheit. Retep drehte sich permanent um und sah nach, ob ihnen jemand gefolgt ist. Er wusste nicht einmal, ob das denn überhaupt schlecht gewesen wäre.

Die Höhle war sehr staubig und bei jedem Schritt wurde mehr Staub aufgewirbelt, weswegen Velted einem Hustanfall verfiel. Irgendwie waren sie auch noch an eine Stelle des Ganges gelangt, an dem die Decke immer tiefer war. Retep stieß sich mehrmals den Kopf an, bis er sich dafür entschied, ihn einfach einzuziehen.
Nach einer halben Stunde war es schließlich so weit, dass sie auf dem Boden kriechen mussten, um überhaupt noch vorwärts zu kommen und Retep fragte sich, ob sie überhaupt noch auf dem richtigen Weg waren. Die Lage entspannte sich wieder und sie konnten erneut relativ aufrecht gehen.

Eine Tür. Velted war sich zu hundert Prozent sicher. Vor ihnen befand sich eine Metalltür. „Mach sie auf“, flüsterte Retep und versteckte sich hinter Velted. Velteds Finger zitterten langsam in Richtung Griff und drückten ihn runter. Ein Klicken war zu hören. Sie öffnete sich einen Spalt. Velted riss die Tür auf und wäre beinahe in die Tiefe gestürzt, hätte Retep ihn nicht rechtzeitig festgehalten. Velteds „Schaufel“ rutschte ihm aus der Hosentasche und fiel Hunderte Meter in Richtung Boden.
Vor ihnen befand sich keine Höhle mehr, sondern… (to be continued)

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3. Oktober 2011 by eckgefluester
 
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